Am 02.10.1934 wurde die Freiwillige Feuerwehr Wiesens von 19 Kameraden gegründet.

Im Jahre 1937 wurde eine gebrauche Motorspritze für 750 RM angeschafft. Die Ostfriesische Landschaftliche Brandkasse bezuschusste dies mit 50 %. Die Emder Polizei kaufte für die freiwillige Feuerwehr Wiesens einen offenen Polizeiwagen mit 8 Sitzen. Daher konnte die Motorspritze auf einem Anhänger von dem Feuerwehrwagen gezogen werden.

In den Jahren 1939-1945 traten Verschärfungen bei der Feuerwehr ein. Die Feuerwehr wurde stärker kontrolliert. In den Dienstplan mussten Übungen wie Fußdienst, Schießen und Luftschutz aufgenommen werden. Fehlende Kameraden konnten mir Bestrafungen rechnen. In diesen Jahren wurden viele Einsätze gefahren.  Neben Bomben stürzte am 17.04.1943 auch ein amerikanischer Bomber auf der Wiesenser Gaste ab. Die Zeit von 1944 bis Kriegsende war besonders schwer. beinahe täglich wurden Fliegeralarm gegeben und die Feuerwehrkameraden mussten zum Feuerwehrhaus. Jeder Alarm musste in Aurich mit „Mannschaft vollzählig, Fahrzeug fahrbereit“ gemeldet werden. In den letzten Kriegswirren ging dann auch noch das Feuerwehrfahrzeug verloren.

Focke Löschen ergriff nach dem Kriegende die Initiative und baute die Freiwillige Feuerwehr Wiesens neu auf.

 Nachdem im Krieg das Feuerwehrfahrzeug verloren ging, musste die Motorspritze wieder von Pferden gezogen werden. In den fünfziger Jahren wurde aus der Motorspritze eine TSA (Tragkraftspritzenanhänger) mit Sitzgelegenheit und Deichsel umgebaut. So konnte die TSA von einem Trecker zum Einsatzort gezogen werden.

Die Freiwillige Feuerwehr Wiesens organisierte und nahm an vielen Veranstaltungen teil. So fand z.B. am 06. und 07. August 1948 das erste große Zeltfest der Feuerwehr statt. 1950 bildete sich aus einigen engagierten Feuerwehrmännern eine  Theatergruppe, die immer auf dem Feuerwehrfest ein Theaterstück aufführte. Die Freiwillige Feuerwehr organisiert seit 1950 alljährlich Fahrten. So ging die erste Fahrt 1950 nach Rüdesheim an den Rhein. Die jungen Burschen beschlossen damals jeweils eine Freundin mitzunehmen. Sechs dieser sog. Pflichtpaaren wurden später zu glücklichen Eheleuten.

1961 wurde das Gerätehaus an der Wehrstaße erbaut und 1963 bekam die Feuerwehr wieder ein Fahrzeug. Das Jahr 1980 brachte dann einige Veränderungen bei der Freiwilligen Feuerwehr Wiesens. So wurde an dem vorhandenen Geräteraum angebaut, sodass die Wehr einen Unterrichtsraum, Toiletten und eine kleine Küche erhielt. Im gleichen erhielt die Feuerwehr ihr neues LF8.

Seit 1981 veranstalten die Wiesenser Vereine und Verbände alljährlich ein Boßeltunier, dass die Feuerwehr 1987, 2007 und 2009 gewann. Ebenfalls seit 1981 veranstaltet die Feuerwehr jedes Jahr im Herbst ein Skattunier der Wiesenser Vereine und Verbände im Feuerwehrhaus.

Ihr 50 Jähriges Jubiläum feierte die Feuerwehr Wiesens 1984. Dieser Feuerwehrgeburtstag begann mit einem Umzug, der auf dem Schulplatz endete. Dort fand im Anschluss ein Schnelligkeitswettkampf statt. Übungen unter Atemschutz konnte von den Besuchern beobachtet werden. Außerdem wurde unter das Torwandschießen, Zielboßeln und Verknobelung angeboten.

Die Freiwillige Feuerwehr nimmt seit 1991 an Leitstungswettbewerben der Feuerwehren in Niedersachsen teil. Die Vorbereitung auf den Wettbewerb bildet eine gute Ausbildungsgrundlage dar.


Ortsbrandmeister

1934-1942  Gerd Garbrands (bis zur seiner Einberufung)
1942-1945  Gerhard Christoffers
1945-1947  Focke Löschen (tödlich verunglückt)
1947-1988  Jürgen Post (40 Jahre Dienstzeit)
1988-2000  Wilhelm Christoffers
2000-2012  Hinrich Gelmers
2012-2016  Detlef Meyer


Stllv. Ortsbrandmeister

1934-1942  Gerhard Chrisstoffers
1945-1947  Jürgen Post
1947-1974  Ehme Campen
1975-1986  Karl Böwe
1986-1988  Wilhelm Christoffers
1988-2000  Hinrich Garrelts
2000-2004  Hinrich Campen
2004-2012  Detlef Meyer
2012-2016 Bernd Garrelts

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